Wahl des goldenen Schlagstockes

Das Bündnis aktiver Fußballfans will auch 2004/2005 wieder den Goldenen Schlagstock verleihen. Alle wichtigen Infos und Hintergründe findet ihr nach einen Klick auf den Banner.

 


 

Wahl des goldenen Schlagstockes

Auf www.10jahrebaff.de besteht die Möglichkeit über die Vergabe des Goldenen Schlagstockes abzustimmen. Es gibt die Möglichkeit, einmal für  den Ordnungsdienst eines Erst- oder Zweitligisten und einmal für die Polizei des jeweiligen Bundesligaspielortes abzustimmen.

Macht mit und verleiht damit den Goldenen Schlagstock 2003 - setzt ein Zeichen gegen Willkür! 

BAFF wird die beiden Schlagstöcke dann im Sommer übergeben.

 


 

Das Herz von St. Pauli

Hallo zusammen,
die Jury hat beraten und die Jury hat entschieden. Soll ich verraten wer die Jury war. Ok blalalblabla
Im Dezember/Januar hätte der zweite Fantalk angestanden zum Thema Fanlied, ganz wie auf dem ersten beschlossen. Wir haben uns aber darüber hinweggesetzt. Wir sind Vermarktung, Merchandising, Verein und Fanladen auf Vorschlag des Fanladens, beim Millerntor-Cup im Dezember einfach eine Umfrage zu dem Thema zu machen. Das erschien uns sinnvoll und repräsentativ, schließlich hatten 52 Fan-Clubs gemeldet und wenn das nicht ein entscheidungskräftiges Gremium ist...
Dort wurden also Umfragebögen mit den Varianten YNWA Rubbermaids und Bela sowie Herz von St. Pauli (Hans Albers oder Phantastix) verteilt, ergänzt durch ein freies Feld für eigene Vorschläge.
22 Fanclubs haben sich beteiligt, was alleine schon ein wenig enttäuschend war, da hatten wir auf ein größeres Echo gehofft.
Und das Ergebnis lautet?:
Einzelstimmen: 132 zu 79 für das Herz von St. Pauli, Fanclubstimmen: 14:8.
Innerhalb des Songs selber haben sich die Phantastix mit 76 zu 56 Stimmen durchgesetzt.
Für uns ein durchaus deutliches Ergebnis, welches wir auch so stehen lassen.
Ab Freitag also welcome to the Phantastix, Das Herz von St. Pauli
und nun dürft ihr meckern, euch freuen, uns lieben und hassen.

FC St. Pauli Merchandising (20.01.2003)

 


 

You´ll never walk alone
Mitsingen – Pfeifen – Zuhören ??????


Liebe Fans,

in den letzten Wochen hat es vehemente Diskussionen um die neue You´ll never walk alone (YNWA)- Version von Bela B. gegeben, zu denen wir heute öffentlich Stellung nehmen wollen. Am 17.10.02 hat im Fanladen ein öffentlicher Fantalk zu dem Thema stattgefunden, wo noch einmal mit euch Fans die ganze Herangehensweise, die Gründe und das Für und Wider diskutiert wurden. Hier sollen euch allen nun die Ergebnisse mitgeteilt werden.

1. Das Neueinspielen von You´ll never walk alone (YNWA) durch Bela B. ist geschehen, da die alte Version von den Rubbermaids im Stadion kaum noch mitgesungen wurde, sondern „nur“ noch als Ritual für die Spielankündigung diente. Die Idee kam von der FC St. Pauli Merchandising und dem Label Bitzcore aus St. Pauli, Bela fühlte als langjähriger St. Pauli-Fan geehrt, dass er eine neue Version aufnehmen sollte.
2. Die Initiatoren haben den großen Fehler begangen, zu glauben, dass man die neue Version einfach so spielen könnte, eine sanfte Einführung einer neuen Version wäre sehr viel besser gewesen und die wichtige Rücksprache mit den Fans dann auch einfacher.
3. Schade war aber und ist es bis heute, dass sich viele Fans nicht einmal die Mühe gemacht haben, sich die neue Version anzuhören. Schon beim ersten Spiel wurde nach 10 sek gepfiffen, ohne das das Lied richtig zu hören war. Auch dies war nicht besonders fair.
4. Nach der vertrackten Diskussion zu Beginn wurde sodann beschlossen, erst einmal nichts zu spielen, damit die Fans ihr Lied selber singen können. Dies hielten wir für die beste Lösung und stellten sie auch auf dem Fantalk zur Diskussion.
5. Auf dem Fantalk wurde deutlich, dass es vielen Fans gar nicht um die alte Version von den Rubbermaids ging, sondern um die Wegnahme ihres Rituals/ihrer Traditionen vor Spielbeginn und das auch noch ungefragt. Hierfür entschuldigen sich die Initiatoren, dies war unbedacht.
6. Nach mehrstündiger Diskussion mit den Fans und Fanvertretern ist folgendes Ergebnis herausgekommen:

a) Ein mögliches Intro des Spiels durch Selbersingen ist von den Fans erwünscht.
b) Die Bela-Version soll eine Chance erhalten und wird in der schnelleren Surfversion bis zur Winterpause gespielt. Hierbei werden die Fans gebeten, vielleicht erst einmal zuzuhören um dem Song und den Leuten, die es interessiert, wirklich eine Chance zu geben.
c) Dieses Ergebnis ist unter den anwesenden Fans abgestimmt worden und zwar zunächst Rubbermaids gegen Bela B. und dann die beiden Bela-Versionen untereinander.
d) Folgender Ablauf wurde beschlossen:
Gästelied, Aufstellung Gäste, Aufstellung Heim, YNWA (Bela, Tikiwolfe-Version), dann ca. 7 Minuten Stille, die von euch selber gefüllt werden sollen, Hells Bells, Heimsieg

Wir würden uns freuen, wenn dieser Fantalk dazu führt, dass wir wieder Einigung erzielen und würden uns noch mehr freuen, wenn ihr dem Song eine faire Chance gebt. Um nicht mehr, aber auch nicht um weniger bitten wir euch.

Danke für euer Verständnis

Forza St. Pauli FC St. Pauli Merchandising FC St. Pauli Vermarktung (27.10.2002)

 


 

Der "fette Bastard" ist tot

Der irische Schriftsteller Sean McGuffin ist am 28. April 2002 zwei Tage vor seinem 60. Geburtstag in Derry gestorben. Der in Belfast geborene McGuffin bezeichnete sich selbst als "Republikaner, Anarchist, intellektueller Hooligan und Schriftsteller" - und eben als "fetter Bastard".

Als Ulrike Meinhof 1976 in ihrer Haftzelle erhängt aufgefunden wurde, wurde er Mitglied der internationalen Untersuchungskommission. McGuffin war Mitglied der Peoples Democracy, einer studentischen Bürgerrechtsorganisation und begann zu schreiben, als er 1971 von der britischen Armee interniert wurde. In seinen ersten beiden Büchern "Internment" (1973) und "Guineapigs" (1974) stellt er die Geschichte dieser Internierung dar. Sein 1990 bei Nautilus erschienenes Buch "Der Hund" wurde bisher von keinem britischen Verlag veröffentlicht. Anfang der 80er Jahre emigrierte McGuffin für einige Jahre in die USA. Über diese Zeit veröffentlichte er den Roman "Der fette Bastard" (1997). "Last Orders. Neue Geschichten" erschien im Herbst 2001. 

Foto © Jürgen Schneider

 


 

Auswärtsfahrtordnung des Fanladen St. Pauli

1) Es ist den Teilnehmern untersagt, andere Mitreisende durch ihr Verhalten (sei es durch übermäßigen Alkohol/Drogenmißbrauch oder nüchtern) zu gefährden.

2) Tätliche Auseinandersetzungen zwischen einzelnen Fans führen mit sofortiger Wirkung zu einem Ausschluß an der Weiterfahrt (nächster Rastplatz/Bahnhof).

3) Bei Beschädigungen der von uns angemieteten Busse oder Bahnwaggons ist der Fanladen davon unverzüglich zu informieren. Bei Schäden, die nach Beendigung der Fahrt festgestellt werden, wird den PlatzinhaberInnen der Schaden in Rechnung gestellt.

4) Der Platz im Bus oder der Bahn ist bei Beendigung der Fahrt sauber zu hinterlassen. Bei Nichteinhaltung kann dem/der Teilnehmer/in eine eventuelle Reinigung in Rechnung gestellt werden.

5) Genauso wie im Millerntor Stadion, gilt auch bei den von uns organisierten Fahrten: Wer rassistische, fremdenfeindliche, antisemitische Äußerungen/Bemerkungen gegenüber anderen FahrtteilnehmerInnen von sich gibt oder andere aufgrund des Geschlechts bzw. sexueller Neigung beleidigt oder belästigt kann mit einem sofortigen Ausschluß an der Weiterfahrt belegt werden (nächster Rastplatz/Bahnhof). Dieses gilt auch für ein solches Verhalten im jeweiligen Stadion oder auf dem Weg dorthin.

Wer gegen die oben aufgeführten Verhaltensregeln verstößt, kann weiterhin mit einem Auswärtsfahrtverbot für die vom Fanladen organisierten Auswärtsfahrten belegt werden.

Zusatz:

Mit dem Kauf einer Fahrtkarte für die vom Fanladen organisierten Fahrten (egal ob Bus, Bahn oder Sonderzug) wird die Auswärtsfahrtordnung anerkannt.

Eine bereits bezahlte Teilnehmergebühr wird nicht zurückerstattet (gilt auch bei Nichtteilnahme). Wir sind bei der Weitervermittlung oder dem Weiterverkauf der Tickets allerdings behilflich.

Wer ohne gültige Fahrkarte mit einem vom Fanladen organisierten Bus/Sonderzug mitfährt, hat vor Ort den doppelten Fahrpreis zu bezahlen.

Ab sofort wird denjenigen Fans ein Waggon vorbehalten, die nicht rauchen und nur wenig trinken (3-4 Bier/keine hochprozentigen Alkoholika). Weiterhin soll der Lärmpegel in diesem Waggon der üblichen Zimmerlautstärke angepaßt werden. Dieser 'Chill-Out' Waggon ist von den anderen Mitreisenden zu respektieren.

Fanladen St. Pauli, Brigittenstr. 3, 20359 Hamburg, Tel. 040 439 69 61, Fax. 430 51 19
www.stpauli-fanladen.de / e-mail: fanladen@gmx.de

Gülitg ab sofort (03/02)

 


 

 

 

Am 9. Juli 2001 ist 

Nils Müller

im Millerntor-Stadion tragisch ums Leben gekommen.

Allen, die ihm nahe standen, gilt unser herzliches Beileid.

Die Mitglieder des Fanclubs Blödes Volk

 

 

 

Die Pressemitteilungen des Vereins und des Fanladens zu der skandalösen Berichterstattung in den Medien können im folgenden nachgelesen werden.

 

Pressemitteilungen des Vereins und des Fanladens zu der skandalösen Berichterstattung 

Verein

10.07.2001: Pressemitteilung des FC St. Pauli Der FC St. Pauli und seine Fans trauern - einige Medien haben keinen Respekt Wir sind erschüttert. Vor allem über den Tod unseres Mitarbeiters, Freundes und Fans Nils Müller. Aber auch über den Umgang der Medien mit seinem schrecklichen Unfalltod von Sonntag auf Montag. Wir verstehen nicht, warum einige Medien weit über ihre Chronistenpflicht hinausgehen und statt dessen Sensationsjournalismus in einem nicht erträglichen Ausmaß betreiben. Das ist ohne jeden Anstand und verletzt die Gefühle seiner Familie, seiner Freunde, seiner Kollegen und aller anderen st. Paulianer, die um Nils trauern. Videobilder über seinen tödlichen Absturz wurden stündlich in TV-Sendungen gezeigt und sogar als Video-Download unter bild.de im Internet zum Runterladen angeboten. Dafür fehlt uns jedes Verständnis und es verletzt unsere Gefühle. Wir fordern diese Medien auf, diese Bilder nicht länger zu verbreiten und den Download zu löschen. Wir behalten uns vor, die Kamerateams und Mitarbeitern der Firmen RTC News und TNC, die diese Bilder aufgenommen und an andere Medien veräußert haben, bei anderen Anlässen aus dem Millerntor-Stadion zu verweisen.

Wir trauern mit Nils Familie und allen seinen Freunden. Und das möchten wir mit Anstand tun und bitten um den nötigen Respekt.

FC St. Pauli von 1910

Vorstand/Geschäftsführung/Organisationsleitung/Medienkoordinator/ Geschäftsstelle/Kartencenter/Vermarktung.

 

Fanladen

Stellungnahme bzw. Presseerklärung

mit der Bitte um Veröffentlichung

10. Juli 2001

Betreff: Die Berichterstattung rund um den tragischen Tod von Nils Müller

Am Montag morgen verunglückte Nils Müller auf tragische Weise im Millerntor-Stadion. Der Fanladen St.Pauli und alle Fans des FC St.Pauli trauern um ihn, der ein langjähriger Begleiter des Fanladens und des FC St.Pauli war. Wir haben einen guten Freund verloren. Mit unseren Gedanken sind wir bei i hm, seinen Angehörigen und allen die ihn kannten.

Doch das ist scheinbar der Boulevard-Presse rund um Zeitungen (besonders BILD und Morgenpost) und Fernsehen (HH1, N3, SAT1 (Regional), RTL (Explosiv)) noch nicht tragisch genug. Das Unglück wurde ausgeschlachtet, aus allen möglichen Einstellungen und in Zeitlupe gezeigt und BILD-Online bot sogar ein Video des Sturzes zum Runterladen an. Diese Art der menschenunwürdigen Berichterstattung verurteilen wir aufs Schärfste. Habt ihr kein Scham- oder Ehrgefühl ?

Wir verstehen nicht, warum solche Bilder gesendet werden müssen. Das ist kein seriöser Journalismus, sondern ein reines Zurschaustellen und Aufgeilen am Tod eines Menschens. Hier wurde mit der tiefen Trauer und den Gefühlen der Angehörigen und Freunde gespielt.

Wir fordern Sie daher auf, jede weitere Ausstrahlung der Bilder (Fernsehbilder und Fotos) in Zukunft und ab sofort zu unterlassen. Weiterhin fordern wir eine Entschuldigung bei den Angehörigen und Freunden des Verstorbenen.

Mit schockierten Grüßen

Das gesamte Team vom Fanladen-St.Pauli und viele Einzelpersonen